Geocaching - Schnitzeljagd 2.0

Donnerstag, der 26. März 2009. Veröffentlicht von René.

In ein paar Blogs in meinem Feedreader bin ich in der Vergangenheit ab und zu über tolle Fotos von verlassenen Orten wie zum Beispiel einem längst geschlossenen Freizeitpark (Spreepark, Berlin) und einer ehemaligen Radaranlage (Radaranlage der NSA, auf dem Teufelsberg, Teil des Spionagenetzes ECHELON) gestoßen. Da ich auch gerne mit meinem Fotoapparat los gezogen wäre um verlassene Orte zu entdecken und zu fotografieren, mir jedoch in der Umgebung nicht viel spektakuläres einfiel, habe ich mich irgendwann mal schlau gemacht, wie man denn so verlassene Orte findet. Auf einen Kommentar im Altmetall-Blog habe ich von Schrottie dann den Tipp bekommen “Einfach mal mit dem Thema Geocaching befassen, da wird man oft an derartige Orte geführt”.

Geocache gefundenAlso habe ich mach mal schlau gemacht, was es mit “Geocaching” denn so auf sich hat: Geocaching ist eine Art Schnitzeljagd bei der man übers Internet (www.geocaching.com) von anderen Mitspielern Koordinaten eines Verstecks und eine Beschreibung erhält. Die Koordinaten kann man dann in ein GPS-Gerät eingeben, und sich auf die Suche nach dem so genannten “Cache”, dem Behälter mit einem Logbuch machen, der dort versteckt wurde. Weltweit verteilt, sind zurzeit über 800000 Caches versteckt! Bei so genannten “Traditional Caches” sind die Koordinaten des Verstecks direkt angegeben. Aber es gibt auch neben weiteren Cache-Arten so genannte “Multi Caches” bei denen man nur die Koordinaten eines Startpunkts erfährt, in dessen Nähe man dann einen Hinweis auf die nächste Zwischenstation finden kann, und so nach und nach wie bei einer Schnitzeljagd zum Versteck findet. Die versteckten Behälter sind teilweise magnetisch an Gegenständen angebrachten, in holen Baumstämmen oder unter Steinen im Wald versteckt. Es sind zum Beispiel Filmdosen, andere dicht schließende Plastikbehälter, alte Munitionskisten oder auch PETlinge.

In das im Behälter enthaltene Logbuch trägt man sich wenn man den Cache gefunden hat, mit seinem Namen und dem Datum, oder wenn genügend Platz ist auch mit einem Kommentar ein. Das ist dann der Beweis dafür, dass man den Cache wirklich gefunden hat. Nach dem Eintragen ins Logbuch, muss man den Cache für folgende Sucher natürlich wieder genau so verstecken, wie man ihn vorgefunden hat. Wieder zuhause kann man dann auch online auf der Seite der Cache-Beschreibung einen öffentlichen Log-Eintrag mit Kommentar verfassen und sich beim Verstecker bedanken. Die Anzahl der gefundenen und versteckten Caches werden auf der eigenen Profilseite bei geocaching.com angezeigt.

Ist der Cache-Behälter übrigens groß genug, findet man darin meist auch noch Gegenstände die man gegen etwas gleich- oder höherwertiges tauschen darf. Das können zum Beispiel Gegenstände wie ein Anstecker, Schlüsselanhänger, CDs, eine Taschenlampe, ein Meterstab, eine Zange oder auch ein Kompass sein. Travel BugEs können aber auch noch besondere Münzen, so genannte “Geocoins” oder Gegenstände wie zum Beispiel Spielzeugfiguren mit einer daran befestigten speziellen Metallplakette, “Travel Bugs” genannt, im Cache enthalten sein. Geocoins können sehr unterschiedlich aussehen, und mittlerweile gibt es auch Geocoins die wie kleine Diamanten oder Goldbarren aussehen. Geocoins und Travel Bugs, zusammenfassend “Trackable Items” genannt, sind keine Tausch-Gegenstände, sondern gehören einem Geocacher der sie teils mit einer bestimmten Mission auf Reisen geschickt hat! Sie dürfen nicht behalten, aber von Cache zu Cache gebracht werden. Auf den Trackable Items, also der Plakette oder der Münze befindet sich auf einer Seite ein Code, der so genannte “Tracking Code”. Daran und meist an dem Schriftzug “trackable at geocaching.com” oder ähnlich, kann man Trackable Items, egal wie sie aussehen, meist erkennen. Wenn man diesen Code auf der dafür vorgesehenen Seite (geocaching.com/track) eingibt, kann man die Mission des reisenden Gegenstands in Erfahrung bringen, und ggf die Entnahme oder das wieder Ablegen des Gegenstands in bzw aus einem Cache loggen. Am besten informiert man sich schon bevor man sich auf die Suche nach einem bestimmten Cache macht, welche Trackable Items in diesem Cache liegen (unter “Inventory” auf der Seite der Cachebeschreibung aufgelistet) und ob man bei der Mission des Items helfen kann, oder ihn besser im Cache lässt. Findet man ein Trackable Item über das man im Voraus nichts in Erfahrung bringen konnte, kann man die Mission über die Wap-Seite wap.geocaching.com unter “Travel Bug Lookup” auch unterwegs abfragen, oder manchmal hängt auch direkt ein folierter Hinweiszettel mit daran, auf dem die Mission erklärt ist. Entnimmt man ein Trackable Item oder legt es wieder in einem anderen Cache ab, sollte man das unbedingt mit dem bereits erwähnten Tracking-Code so zeitnah wie möglich auf der Website loggen, damit der Besitzer und andere Cacher (Mitspieler) bescheid wissen wo sich der Travel Bug oder Geocoin gerade befindet, bzw nicht mehr befindet.

Wie ihr vermutlich beim Lesen schon gemerkt habt, gibt es viel zu wissen zum Thema GeoCaching. Bevor man sich also auf die Suche nach seinem ersten Cache macht, sollte man sich am Besten erstmal ausführlich über das Thema und vor allem über den Umgang mit Caches und Trackable Items informieren. Hier einige weiterführende Links zum Thema GeoCaching:

  • Die offizielle Geocaching-Website:
    geocaching.com
  • Ein kleines Geocaching-Wiki:
    cachewiki.de
  • Gute GeoCaching-FAQ für Anfänger:
    thomas-siems.de/geocaching/faq.htm
  • Und hier ist das wichtigste nochmal in einem Video zusammengefasst:

    Ach ja: Ich war ja ursprünglich auf der Suche nach verlassenen Orten, so genannten “Lost Places”. Das Interesse an diesen ist jetzt aber erstmal in den Hintergrund gerückt. Geocaching scheint eine spannende Sache zu sein. Übrigens gibt es auch “Nachtcaches” bei denen der Cache nur nachts mit einer Taschenlampe gefunden werden kann wenn man zum Beispiel einer Reihe Reflektoren durch den Wald bis zum Cache folgt. Ein GPS-Gerät, um genau zu sein ein “Garmin eTrex H” habe ich mir schon über Amazon bestellt. Bald geht es also auf die Suche nach meinem ersten Cache…


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